Ein Meister ist wie ein Vater: Er will nur das Beste für seinen Schüler. Ein Meister ist auch wie eine Mutter: Er will, dass sein Schüler behutsam heranwächst, ohne dass ihm Schaden zugefügt wird. Ein Meister ist auch wie ein Lehrer: Er will, dass sein Schüler sein Wissen aufnimmt, um mindestens genauso gut zu werden, wie er es ist. Ein Meister ist auch wie ein guter Freund: Er ist immer für seinen Schüler da, hört ihm zu und berät ihn mit seiner Erfahrung und der Philosophie des Taekwon-Do.

Der steinige Weg zum TempelIn diesem Sinne ist es die Intention des Meisters, in seiner Schule eine familiäre Atmosphäre zu gestalten, in der sich jeder Schüler wohl fühlt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Schüler jung oder alt, groß oder klein ist. Es spielt weder eine Rolle welcher Religion oder welcher Abstammung er ist, noch ob er eine Behinderung hat oder andere Umstände ihn beeinträchtigen. Wir wollen alle gemeinsam wachsen.


Wichtig ist allein, dass sich der Schüler auf den Weg des Taekwon-Do einlässt und dass er seinem Meister vertraut. Der vor ihm liegende Weg wird Höhen und Tiefen mit sich bringen; es wird sehr steinig sein und doch geschmeidig fließen; der Schüler wird Schmerzen erleiden und Glücksgefühle in seiner reinsten Form erleben; er wird seiner Grenze so nah kommen, dass er fast aufgeben möchte und doch lernt er durch diese Grenzerfahrung zu kämpfen und trotz Schwierigkeiten nicht aufzugeben. Der Meister wird den Schüler bei all diesen Erfahrungen begleiten und ihm zur Seite stehen, bis dieser gelernt hat, den Weg alleine weiterzugehen und den Meister nicht mehr braucht.

Das ist der Weg des Taekwon-Do!

Autor: Dr. Björn Pospiech